Gut geschützt gegen Grippe und Erkältung
Husten, Schnupfen, Heiserkeit – so kommt Ihre Familie fit und gesund durch Herbst und Winter
Die Erkältungssaison ist eröffnet. Überall wird in die Taschentüchergeschnieft, Lutschpastillen gegen Halsschmerzen sind gefragter denn je und die Zahl der Krankschreibungen schnellt dramatisch in die Höhe. Das ist die Grippe. Oder doch nur ein grippaler Infekt? Die Experten klären auf, wie sich Grippe und Erkältung unterscheiden und was gegen beides schützt.
Der grippale Infekt – lästig, aber harmlos
Husten, Schnupfen, Heiserkeit - die klassischen Begleiterscheinungen einer Erkältung werden von rund 200 verschiedenen Virusarten hervorgerufen. Deswegen ist eine Impfung nicht möglich. Übertragen werden die Viren per Tröpfcheninfektion – z.B. beim Niesen oder Husten, aber auch beim Händeschütteln. Zwischen Ansteckung und Ausbruch vergehen in der Regel ein bis fünf Tage.
Soforthilfe: Spezielle Erkältungsmittel (Apotheke) lindern gezielt Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen und senken Fieber. Heilpflanzentees mit Thymian oder Eibisch stillen Husten. Ein Erkältungsbad mit Eukalyptusöl, Kampfer und Menthol (Apotheke) vertreibt Fröstelgefühle und beruhigt entzündete Atemwege. Bei einer verstopften Nase helfen abschwellende Tropfen (max. sieben Tage verwenden!) oder salzhaltige Nasenspülungen, homöopathische Komplex-Mittel fördern die Selbstheilungskräfte.
Wichtig: Ein Antibiotikum hilft nur, wenn sich auf den bereits entzündeten Schleimhäuten bakterielle Erreger angesiedelt haben und die Infektion und damit die Symptome verstärkt werden.
Die Grippe – Angriff auf den ganzen Organismus
Fakt: Eine Grippe wird durch die extrem aggressiven Influenza-Erreger vom Typ A, B oder C ausgelöst. Das Gefährliche an der Grippe ist, dass die Viren die Schleimhäute der Atemwege angreifen und so den gesamten Organismus schwächen. Die Bronchien sind harmlosen Keimen dadurch schutzlos ausgeliefert. Vor allem bei Kleinkindern, älteren Personen und chronisch Kranken kann das zu einer Lungenentzündung führen.
Wichtig: bei ersten Grippe-Anzeichen sofort zum Arzt!
Vorsorge: Wirksamen Schutz vor einer Influenza-Infektion – nicht vor einer Erkältung – bietet nur die Grippe-Impfung. Da sich die Erreger aber ständig verändern, muss sie jährlich wiederholt werden.
Da es ca. 14 Tage dauert, bis sich der Schutz aufgebaut hat, sollte man nicht zu lange mit der Impfung warten. Die Wirkung hält bis zu sechs Monate an.
Die besten Tipps: So bleiben Sie gesund
Regelmäßige Saunabesuche und Wechselduschen sorgen auch für eine optimale Durchblutung der Nasen- und Rachenschleimhaut. Sport hilft ebenfalls bei der Infekt-abwehr: Er fördert die Bildung von Immunzellen. Mütze, Schal und warme Schuhe verhindern einen Wärmeverlust, der das Immunsystem schwächt. Täglich zwei Liter trinken, das hält die Schleimhäute feucht, Viren und Bakterien nisten sich nicht so schnell ein. Regelmäßiges Händewaschen verhindert die Verbreitung von Viren. Vitamine und Mineralien in Obst und Gemüse aktivieren die Abwehr.
Fotos: Kleenex, Getty Images